Schicken in die Box – Teil 2: Stoppen in der Box

Hinweis:

Du weißt nicht, wie die „Box“-Übung funktioniert? Dann lies bitte den Artikel Schicken in die Box – Teil 1.

Ich persönlich bin der Meinung, bevor dein Hund nicht mit Spaß und vollem Tempo in die Box läuft, ist es zu früh, das Stoppen in der Box zu üben. Du kannst aber natürlich im Hinblick auf die Box und auch das „Abrufen mit Steh“ in Klasse 2 schon ein „Stopp“- oder „Steh“-Kommando einführen und üben, aber eben separat, unabhängig von der Box-Übung.

Trainingsziele

Trainingsziel sollte sein, dass du deinen Hund, der mit vollem Tempo in die Box gelaufen ist, aus voller Geschwindigkeit stoppen kannst. Der Hund soll dabei entweder möglichst mittig in der Box stehen, oder gleich in Platz gehen und zwar so, dass er dich ansieht.

Der Hund muss sich also innerhalb der Box wenden, entweder schon beim reinlaufen oder beim Stoppen.

Achtung

Da der Hund ja nicht ohne Anweisung arbeiten darf, darf er sich eigentlich nicht selbständig vor dem „Stopp“-Kommando wenden. Eigentlich soll er ja solange gerade aus und im Zweifel durch die Box durchlaufen, bis ein „Stopp“-Kommando kommt.

Ob du den Hund in der Box ins „Steh“ oder „Platz“ bringst, schreibt die Prüfungsordnung nicht vor. Solange der Hund aber noch nicht liegt, kannst du ihn gegebenenfalls noch mit zusätzlichen Kommandos steuern, bspw. wenn er knapp neben der Box steht, kannst du ihn mit einen zusätzlichen „Box“-Kommando noch mal in die Box schicken. zwar gibt das Punktabzug, aber wenn der Hund gleich liegt und außerhalb der Box (oder auch nur mit einer Pfote über dem Band) ist die Übung gleich 0.

Ich trainiere daher, dass der Hund in der Box steht. Meiner Meinung nach hat das einen weiteren Vorteil. Steht der Hund erst mal in der Box ist es viel einfacher ihn ins „Platz“ zu bringen, ohne dass er nach vorne kommt, als wenn man ihn aus vollem Lauf ins Platz ruft. Dei Gefahr, dass er dann schon wieder aus der Box raus ist, ist meiner Meinung nach größer.

Zudem ist dies meiner Meinung nach auch einfacher zu trainieren, denn du kannst den Überraschungseffekt nutzen.

Trainingsideen

Methode 1: Stoppen (stehen) in der Box

Hinweis

Wenn du statt eines Clicks ein Wort zur Bestätigung nutzt, bspw. „OK“, kannst du natürlich auch dieses in dieser Übung verwenden. Wichtig ist nur, dass du eine Möglichkeit hast, deinen Hund in dem kurzen Moment zu bestätigen, in dem  er stehen wird.

  • Voraussetzung: Dein Hund läuft aus 10-20m Entfernung mit Tempo in die Box zum Target
  • Notwendige Hilfsmittel: Clicker für die Bestätigung auf Entfernung, Spielzeug (was sich gut werfen lässt) zur Belohnung nach dem Click.
Vorgehensweise

Dein Hund rennt derzeit mit vollem Tempo auch aus größerer Entfernung in die Box zum Target und bisher hast du ihn immer für das Berühren des Targets bspw. mit einem Click bestätigt und ihm dann sein Spielzeug zugeschmissen oder ihm erlaubt sich sein Spielzeug zu nehmen oder du hast ihn zurückgerufen um ihn bei dir zu bestätigen, bspw. mit einem Leckerchen. Wenn das so ist, kannst du bei den meisten Hunden den Überraschungseffekt nutzen, um sie in der Box zu stoppen:

  • Überlege dir zunächst ein Kommando, dass du zum Stoppen nutzen willst. Üblich sind „Steh“, „Stop“, „Halt“. Für den Überraschungseffekt ist es aber wichtig, dass du eines wählst, das du noch nie für andere Situationen verwendet hast, das dein Hund also nicht kennt.

Hinweis

Egal was du wählst, es wird nachfolgend als „Stopp“-Kommando bezeichnet.

  • Stelle dich nun wie gewohnt mit dem Hund vor die Box, in der das Target liegen sollte. Stelle sicher, dass dein Clicker griffbereit ist, und das Spielzeug zumindest so in der Tasche, dass du es recht zügig heraus bekommst. Optimal ist, du hälst es in der  Hand. Dazu muss der Hund aber natürlich gelernt haben sich trotz des Triebmittels von dir zu entfernen. mehr dazu …
  • Schicke deinen Hund nun wie gewohnt in die Box.
  • Ist er am Target angekommen, kommt jetzt aber nicht der übliche Click. Stattdessen gibst du dein Stopp-Kommando. 99% aller Hunde sind nun so überrascht, dass sie zunächst stehen bleiben und dich überrascht und fragend ansehen, was jetzt wohl los ist, denn das Kommando ist unbekannt und der Ablauf ist ein anderer als sonst. Diese kleinen Moment der Überraschung, in der der Hund dir zugewand stehen bleibst, musst du nun mit einem Click bestätigen.
  • Unmittelbar nach dem Click solltest du das Spielzeug werfen und zwar über den Hund hinweg nach hinten. Der Grund ist der, um den Ball mit den Augen zu verfolgen, bleibt dein Hund auch später noch stehen, auch dann, wenn der Überraschungseffekt nicht mehr vorhanden ist. Vergiss nicht, mit dem Werfen auch ein positives Abbruchkommando zu geben, damit der Hund die Übung beenden und dem Spielzeug nachlaufen kann.

Achtung

Der Überraschungseffekt hält bei den meisten Hunden nur 5 bis 10 Mal. Dann wissen sie, da kommt am Target was anderes als nur ein Click. Das ist nicht weiter schlimm, wenn du deinen Hund aber immer nach dem Click aus der Box rufst um ihn bei dir zu bestätigen, wir der irgendwann eventuell nur kurz stoppen, dann auf den Click warten und in deine Richtung durchstarten oder dir  zumindest langsam entgegen kommen. Das Werfen des Spielzeugs über den Hund hinweg, bewirkt, dass wenn der Überraschungseffekt aufhört, dein Hund nach dem Stopp-Kommando auf das fliegende Spielzeug wartet. Auch das veranlasst 99% der Hunde stehen zu bleiben und nicht zu schnüffeln, sondern stattdessen in deine Richtung zu sehen, wann es denn jetzt genau kommt. Und genau das ist es, was du willst.

Wenn dein Hund auf das Stopp-Kommando weiterhin stehen bleibt, weil er auf das Spielzeug wartet, dehnst du nun allmählich die Zeitspanne aus, die er stehen muss, bis der Click kommt und das Spielzeug tatsächlich fliegt.

Dann hast du das Trainingsziel im Prinzip erreicht. Zum Abschluss der Übung, fehlt nur noch das Platz nach dem Steh. (hier weiter lesen …)

Methode 2: Stoppen aus dem Laufen (außerhalb der Box) üben

Wenn dein Hund das Reinlaufen in die Box noch nicht verstanden hat oder noch Probleme mit dem Tempo hat, ist es zu früh, schon das stoppen in der Box zu üben. Das würde noch mehr Tempo und Spaß rausnehmen. In diesem Fall schmeiß lieber häufig den Ball über den Hund, wenn er in der Box ist, damit er durch die Box durchläuft. Du kannst dann aber parallel schon mal das Stoppen aus dem Laufen üben. Das geht im Prinzip ganz ähnlich wie nach Methode 1, du nutzt den Überraschungseffekt.

  • Voraussetzung: Dein Hund läuft auf Anweisung/Erlaubnis zu einem Triebmittel, das auf dem Boden lieg.
  • Notwendige Hilfsmittel: Clicker für die Bestätigung auf Entfernung, Triebmittel mit mittlerer Rangfolge für den Hund sowie ein weiteres Triebmittel das sich gut werfen lässt und höherwertig ist.

Wenn diese Voraussetzungen vorliegen, gehst du wie folgt vor:

  • Überlege dir zunächst ein Kommando, dass du zum Stoppen nutzen willst. Üblich sind „Steh“, „Stop“, „Halt“. Für den Überraschungseffekt ist es aber wichtig, dass du eines wählst, das du noch nie für andere Situationen verwendet hast, das dein Hund also nicht kennt.
  • Wähle außerdem ein Triebmittel, das zwar den Hund animiert dorthin zu laufen, wichtig ist aber, dass du noch ein weiteres bei dir hast, das dem Hund wichtiger ist.

Hinweis

Egal was du wählst, es wird nachfolgend als „Stopp“-Kommando bezeichnet.

  • Lege/Setze deinen Hund irgendwo hin und bringe sein Triebmittel ein Stück mindestens 10m weg, so dass er dich dabei beobachten kann.
  • Gehe zum Hund zurück und zeige ihm, dass du das wichtigere Triebmittel bei dir hast.
  • Erlaube ihm nun das abgelegte Triebmittel zu holen.
  • Kurz vor dem Erreichen des Triebmittels folgt das Stopp-Kommando. Die meisten Hunde werden sich jetzt kurz umdrehen, weil sie damit ja nicht gerechnet haben.
  • Diesen kurzen Moment in dem der Hund zu dir gewandt kurz steht, bestätigst du mit einem Click und schmeißt ihm dann das wichtigere Triebmittel zu. Vergiss nicht, mit dem Werfen auch ein positives Abbruchkommando zu geben, damit der Hund die Übung beenden und dem Spielzeug nachlaufen kann.

Achtung

Wichtig ist, dass du das Triebmittel was du wirfst, nicht immer in Richtung deines Hundes wirfst, sondern mal zu ihm, mal in die entgegengesetzte Richtung. Das ist notwendig, damit der Hund lernt, dass er stoppen und dich beobachten muss, wenn er das Triebmittel haben will. Ansonsten könnte es passieren, dass dein Hund lernt, wenn das Stopp-Kommando kommt,  noch mehr Gas zu geben, weil der das Triebmittel hinter sich erwartet. Dann wird er nicht mehr stoppen.

Im weiteren Verlauf des Trainings dehnst du nun die Zeit aus, die der Hund nach dem Stopp-Kommando stehen muss, bis der Click und das Spielzeug folgen.

Dann hast du das Trainingsziel im Prinzip erreicht. Zum Abschluss der Übung, fehlt nur noch das Platz nach dem Steh. Hier weiter lesen …

Schicken in die Box – Teil 1: Grundlagen

Die Übung „Vorraussenden in ein Viereck“ meist kurz „Box“ genannt, kommt in allen vier Obedience-Klassen vor und ab 2013 wenn die neue Prüfungsordnung „Beginner“ in Kraft tritt, wird sie die Problemübung schlechtin für die Beginner-Hunde werden, denn Hilfen wie Ablegen der Leine in der Box oder vorheriges Herausrufen aus der Box kann sich der Hundeführer jetzt nicht mehr nutzen. Der Hund muss schon in der „Beginner“-Klasse die Box finden ohne dass er vorher drin gelegen hat.

Ablauf der Übung

Die Box besteht aus vier roten Pylonen (15 cm hoch) mit weißen Streifen (hier ist das Aussehen vorgeschrieben!) sowie einem Band (oder einer Kreidemarkierung) die ein Quadrat mit 3m x 3m Fläche  kennzeichnet. Die Pylonen stehen auf den Ecken der Markierung.

Anmerkung:

Inzwischen habe ich mich dahingehend belehren lassen, dass die Farbe „rot mit weißen Streifen“ nur eine Empfehlung war und nicht bindend und seit der neuen FCI-PO für die Klassen 1 und 2 auch nicht mehr gültig ist. Die Pylonen dürfen also beliebige Farben haben.

Die Obedience-Box besteht aus 4 Pylonen, die durch ein Boxband verbunden sindDie Farbe des Boxbandes (oder der Kreidemarkierung) ist nicht vorgeschrieben, soll aber nicht Breiter als 25mm sein. Auch mehrfarbige Boxbänder sind erlaubt.

Der Hund wird je nach Obedience-Klasse aus 10 bis 25m Entfernung in die Box geschickt (ab Klasse 1 ohne Handzeichen). In Klasse 3 muss der Hund vorher vom Hundeführer aus, 10m zu einem Pylo (in der Regel eine Halbkugel) laufen und dort auf Anweisung anhalten. Dann wird er per Richtungsanweisung nach rechts oder links in die Box geschickt. Allen Klassen gemeinsam ist aber, dass der Hund auf Entfernung die Box erkennen und anlaufen muss. Er soll freudig und mit Tempo (mindestens im Trab) in die Box laufen und im optimalen Fall vom Hundeführer mit einem Höhrzeichen in der Boxmitte gestoppt und anschließend ins „Platz“ gebracht werden.  Abhängig von der Obedience-Klasse geht der Hundeführer dann zum Hund und beendet die Übung mit einer Grundstellung oder dreht vor dem Hund ab und ruft den Hund ab (Klasse 2 und 3).

Hund stoppt in der Box und wendet

Der Hund läuft mit vollem Tempo in die Box und wendet beim „Stopp“-Kommando.

Der Hund steht aufmerksam in der Box

Der Hund hat in der Box gestoppt und schaut aufmerksam den Hundeführer an

Liegender Hund in der Box

Liegt der Hund in der Box, geht der Hundgeführer zu ihm

Hund legt sich in der Box hin

Auf Kommando sollte sich der Hund in der Box auf der Stelle ablegen

Trainingsziele

Trainingsziele sollten also sein:

  • der Hund muss die Box mit den Augen suchen und erkennen
  • die Box auf Anweisung auf kürzestem Weg anlaufen
  • sich prompt aus maximaler Geschwindigkeit stoppen und ins „Steh“ und anschließend ins „Platz“ oder gleich ins „Platz“ bringen lassen
  • sich möglichst selbständig korrigieren, falls er beim Stoppen/Ablegen mit den Pfoten oder anderen  Körperteilen auf oder über der Boxumrandung liegt.

Hinweis

Natürlich darf der Hund auch bei dieser Übung weder vor Anweisung arbeiten (also auch nicht von selbst in der Box stoppen)  oder auf dem Weg in die Box bellen. Er soll im Zweifel solange gerade aus, vom Hundeführer (oder Pylo) weglaufen, bis ein „Stopp“-Kommando kommt.

Sie müssen also einen Weg finden, dem Hund Spaß an der Box zu vermitteln und diese mit den Augen zu erkennen und mit einem Kommando ihrer Wahl (bspw. „Box“) zu verknüpfen.

Trainingsschritte

Zu Zeiten der alten „Beginner“-Prüfungsordnung als der Hund noch in die Box gelegt und von dort abgerufen wurden, und dort eine Leine als Ziel reingelegt werden konnte, gab es im Prinzip verschiedene Möglichkeiten die Box zu trainieren. Das hat sich mit Bekanntwerden der neuen „Beginner“-Prüfungsordnung ab 2013 grundlegend geändert. Schon in der „Beginner“-Stufe muss der Hund die Box verstanden haben.  Es gibt daher aus meiner Sicht nur eine Möglichkeit die Box zu trainieren, Target-Training.

Das Prinzip dabei ist, dem Hund wird zunächst beigebracht zu einem Ziel (Target) zu laufen und wird dort bestätigt, wenn er das Target mit Nase oder Pfote berührt. Später wird das Target dann in die Box gelegt und der Hund mit der Zeit aus einer Entfernung geschickt, aus der er das Target nicht mehr sehen kann. Er lernt dabei zwangsläufig erst mal die Pylonen der Box anzusteuern, denn er hat gelernt, zwischen den vier Pylonen nach seinem Target zu suchen.

Hinweis

„Suchen“ heißt mit den Augen suchen, nicht mit der Nase, denn schnüffeln in der Box ist selbstverständlich auch fehlerhaft. Daher ist auch das Ablegen von Leckerlis in der Box keine Lösung, denn dann wird der Hund irgendwann anfang mit der Nase zu suchen und sogar den Weg in die Box mit tiefer Nase wie auf der Fährte zu suchen.

Auf der Prüfung liegt das Target natürlich nicht drin, aber der Hund kann das auf die Entfernung natürlich nicht erkennt und rennt also erst mal in die Box. Es ist dann deine Aufgabe den Hund so passend zu stoppen, dass er in der Box anhält.

Für das Training sind im Einzelnen folgende Schritte notwendig:

  1. Du bringst deinem Hund bei zu einem Target zu laufen (dass du auf den Boden legst) und dieses mit Nase oder Pfote zu berühren.
  2. Läuft der Hund zuverlässig zum Target, führst du ein Kommando für das Berühren des Targets ein. Ich sage bspw. immer „Touch“. Du kannst natürlich auch „Tipp“ oder „Target“ sagen. Wichtig ist, dass dies ein anderes Kommando sein sollte, als das, was du zum Schicken in die Box verwenden willst.
  3. Läuft der Hund auf Kommando zum Target und das auch aus Entfernungen von 10m und mehr, legst du das Target in die Box.  Jetzt ist es an der Zeit das Kommando für die Box einzuführen. Du schickst den Hund mit einem Doppelkommando, erst das neue Kommando für die „Box“, dann das bekannte für das Laufen zum Target gleich hinterher, bspw. „Box Touch“. Dein Hund wird nach kurzer  Zeit bei dem Kommando für die Box schon loslaufen, denn er weiß ja, jetzt kommt das „Touch“ ohnehin.

In der Theorie funktioniert die Übung jetzt. Sofern dein Hund soviel Gehorsam hat, dass er sich auch von dir exakt stoppen lässt und der Hund nicht auf andere Ideen kommt bzw. du baust irgendwie Fehler ein, durch falsche Bestätigung etc.

Zur Fehlerbehandlung und zur Behebung von Problemen mit der Übung gibt es demnächst einen separaten Artikel.

Vorbereitungen zum Box-Training: Target und Boxband

Du brauchst zum Training drei bis vier Dinge:

  1. 4 Pylonen für die Box
  2. 1 Boxband
  3. 1 Target
  4. 1 Clicker (falls du damit arbeitest, was ich bei der Übung empfehlen würde)

Die Farbe (rot mit weißen Streifen) und Größe (15 cm hoch) für die Pylonen sind vorgeschrieben. Die Farbe des Boxbandes nicht. Die Wahl der Farbe ist daher schon mal nicht unwichtig, denn auf Prüfungen kann deinem Hund alles mögliche begegnen. Häufig werden auf Prüfungen schwarze, rote oder gelbe Boxbänder verwendet. Gerade rote und gelbe Boxbänder haben aber einen großen Nachteil. Die Umrandung des Vierecks in dem die Übungen stattfinden, wird auf Prüfungen in der Regel mit Absperrband gemacht, das flach auf den Boden gelegt wird. Das ist meist rot, rot-weiß oder gelb und hat damit sehr häufig die gleiche Farbe wie das Boxband. Hat der Hund gelernt, das Boxband an der Farbe zu erkennen, kann es passieren, dass er dann über die Ringbegrenzung hinausläuft, weil er das Absperrband für das Boxband hält. Das sieht man auf Prüfungen gar nicht so selten.

Wichtig

Es ist daher ganz wichtig, dass du auch mal trainierst, dass zumindest ein Teil der Ringbegrenzung beim Üben aufgebaut ist. Die sollte dann so 3-5m hinter der Box liegen. Außerdem ist es wichtig, dass deinem Hund die Farbe des Boxbandes egal ist. Das geht am besten, indem du mit vielen verschiedenen Boxbandfarben trainierst  oder bspw. ein mehrfarbiges Boxband nutzt, bei dem jede Seite eine andere Farbe hat. Wenn du den Hund dann von verschiedenen Seiten in die Box schickst, sieht die immer wieder anders aus. Das was gleich bleibt sind die Pylonen an denen sich der Hund dann auch auf Dauer orientiert.

Das Target sollte etwas flaches sein, maximal Bierdeckelgröße, besser etwas kleiner, eine kleine Plexiglas-Platte, ein Stück Teppich, ein Bierdeckel oder bspw. ein Schraubverschluss von einem Glas (bspw. Gemüseglas oder Gurkenglas). Ich verwende immer so einen Schraubverschluss. Die sind billiges Abfallprodukt innen immer weiß, egal welche Farbe sie außen haben und sie haben keine scharfen Kanten, an denen sich der Hund verletzen kann.

Wichtig ist in jedem Fall, dass du immer das gleiche Target nimmst. Also immer Teppich oder immer Deckel und nicht mal das und was anderes. Denn der Hund soll ja wissen wonach er mit den Augen ausschau halten soll.

Tipp

Ich habe schon Hundeführer gesehen, die nehmen dann gerne auch ein Spielzeug als Target oder stellen eine Halbschale rein, so nach dem Motto, dann läuft der Hund auch dahin. Aber darum geht es ja gar nicht. Er soll nicht in die Box laufen, weil er das Target von weitem sieht, sondern weil er weiß, dass innerhalb der Box sein Target liegt, auch wenn er es nicht sieht! Zudem ist natürlich eine Halbschale in die Box zu stellen äußerst ungünstig, denn womöglich verknüpft der Hund mit dem Kommando „Box“ zur nächsten Halbschale zu laufen und auf Prüfungen stehen da immer welche.

Achtung

Absolut verboten als Target sind meiner Meinung nach „Spielzeuge“ auch wenn sie noch so klein sind und Leckerchen (ausgenommen davon flache Dosen/Tuben mit Leckerchen). In aller Regel legen gerade Hundeführer „Spielzeug“ in die Box, deren Hunde total verrückt danach sind. Klar, die Hunde geben dann richtig Gas, das sieht toll aus, verstehen wird der Hund die Box aber so wohl kaum. Denn er ist so fixiert auf das Spielzeug, dass er alles drumherum (also weder Boxband noch Pylos) gar nicht wahrnimmt. Gleiches gilt für Leckerlidosen/-tuben für sehr verfressene Hunde. Leckerchen lose in die Box zu legen, scheidet allein deshalb aus, weil die Stellen in der Box dann danach riechen und nicht nur der eigene, sondern auch die Hunde aller anderen Trainingspartner mit Schnuppern anfangen. Wenn du unbedingt ein Triebmittel in die Box legen willst, darf das maximal eines sein, was dem Hund die Box „interessant“ macht aber keinesfalls das höchstwertige Triebmittel. Das sollte der Hund dafür bekommen, dass der in die Box läuft und später, wenn du mit dem Trainings soweit bist, wenn er in der Box steht.

Ich bin persönlich der Meinung, das Target sollte für den Hund völlig neutral sein und es führt kein Weg daran vorbei, dem Hund zunächst beizubringen, zum Target zu laufen, bevor man es in die Box legt. Einen „schnellen“ Weg, dem Hund die „Box“ klar zu machen, ohne Fehler einzubauen, die später nur schwer wieder auszubügen sind, gibt es eigentlich nicht.

Tipp

Bei Hunden, die sich wirklich kaum motivieren lassen zu einem neutralen Target zu laufen, habe ich auch schon mal ein Leckerchen auf das Target gelegt. Aber eben nieeeemals lose auf den Boden.

Das Laufen zum Target trainieren

Am besten trainierst du das Target mit einem Clicker, denn damit kannst du präzise bestätigen, wenn der Hund am Target ist.  Am besten gehst du wie folgt vor, um das Laufen zum Target zu trainieren:

  1. Halte das Target dem Hund mit ein paar cm-Abstand vor die Nase. Ein normaler, neugieriger Hund wird nun gucken kommen, was das ist und dabei das Target auch mit der Nase berühren. Dann bestätigst du ihn dafür.  Wiederhole diesen Schritt, bis der Hund kapiert hat, wenn er von sich aus (ohne ein Kommando von dir) mit der Nase an das Target stupst, gibt es die Belohnung.
  2. Lege das Target nun vor den Hund flach auf den Boden. Warte wieder ab, bis er auf die Idee kommt, es anzustupsen. Wenn er das mit der Pfote macht ist auch nicht schlimm. Es kommt nur darauf an, dass der Hund nah genug zum Target läuft.
  3. Wiederhole dies, bis der Hund auch aus 2-3m Entfernung zielgerichtet zum Target läuft.
  4. Hat der Hund begriffen, wenn er das Target sieht, es anzustupsen, egal ob auf dem Boden der in deiner Hand, gibt zeitgleich mit dem anstupsen das gewünschte Kommando bspw. „Touch“ und bestätige ihn.
  5. Wiederhole das, bis der Hund irgendwann, schon auf das Kommando „Touch“ zum Target läuft. Dann hat der Hund das Target verstanden.
  6. Wiederhole nun die Übung, bis der Hund mit Spaß zum Target läuft und es auch aus 10-15m Entfernung eifrig und zielstreibig anläuft.

Tipp

Viele apportierfreudige Hunde gehen irgendwann dazu über und stupsen das Target nicht nur an, sondern bringen es gleich mit. Auch wenn ich auf unzähligen Obedience-Seminaren gehört habe, das sollte man doch unterbinden, bin ich der Meinung, wenn der Spaß des Hundes darin besteht das Target zu apportieren, dann ist das schon OK. Der Hund soll ja Spaß haben, denn nur dann läuft er schnell und zielstrebig zum Target. Auf der Prüfung liegt kein Target in der Box, das der Hund mitbringen könnte.  Ich habe meinen Rüden immer das Target bringen lassen, wenn er es wollte. Er hatte halt Spaß daran. Nachteile habe ich keine gesehen, außer, dass ich mehr Bewegung hatte, weil ich es immer wieder wegbringen musste :-)

So geht es weiter …

Wenn der Hund das Kommando für das Target verstanden hat, kannst du es in der Box platzieren. Wichtig ist dabei, dass der Hund die ersten Male noch sieht, dass du oder jemand anderes das Target in der Box ablegt. Du solltest ihn dann aber aus so großer Entfernung in die Box schicken, dass er das Target selbst dann nicht mehr sieht.  Er soll ja lernen, „das Target liegt zwischen den vier Pylonen, also renne ich erst mal auf die Pylonen zu …“.

Später, wenn du den Eindruck hast, dass der Hund sich an den Pylonen orientiert, drehst du große Kreise um die Box und schickst den Hund aus allen Richtungen aus dem Laufen in die Box. Wenn er immer zielgerichtet zum Target in der Box läuft, hat er die Box verstanden, denn er läuft dann nicht einfach nur gerade aus, sondern muss ja, einen leichten Bogen zur Box laufen.
Beim Umrunden der Box wird der Hund von allen Seiten aus dem Laufen in die Box geschickt.

Hinweis

Achte aber unbedingt darauf, dass du die Box links herum umrundest, sonst muss dein Hund erst um dich herum laufen und du bringst dem Hund bei, dass es nicht wichtig ist, den direkten Weg  zur Box zu nehmen.

Im nächsten Schritt gehst du dann dazu über, den Hund von beliebigen Stellen auf dem Platz in die Box zu schicken. Wenn er dann immer noch zielstrebig zum Target in der Box läuft, kannst du das ein- oder andere Mal das Target in der Box weglassen. Wichtig ist dann aber, dass du ihn schnell genug bestätigst, wenn er in der Box ist, auch wenn er sich nach seinem Ausbildungsstand noch nicht dort stoppen lässt.

Im nächsten Artikelteil zur Box geht es dann um das Stoppen in der Box.

 

Selbstbeherrschung trainieren

Neben Konzentration ist Selbstbeherrschung eine weitere Komponente des Trainings, die gerade für sehr triebige Hunde wesentlich ist. Vorausgesetzt, der Hund kann sich konzentrieren und beherrscht die Konzentrationsübungen geht das mit ein paar Übungen aber ganz einfach zu trainieren.

Hinweis

Ist nachfolgend von „Triebmittel“ die Rede, wählst du eine Form der Belohnung (Leckerli oder Spielzeug) die für deinen Hund optimal ist. Einen Hund, der auf Futter steht mit Spielzeug zu reizen macht genauso wenig Sinn, wie einen Hund der wesentlich stärker auf Spielzeug aus ist, mit blödem Trockenfutter aus der Reserve locken zu wollen. Du  solltest also vorab wissen (oder herausfinden) welche Rangfolge die verschiedenen Triebmittel für deinen Hund haben.

Grundlegendes

Die Übungen funktionieren im Wesentlichen so, dass ein mittelwertiges Triebmittel in der Nähe des Hundes platziert wird. Das liegt einfach auf dem Boden, so dass es sich der Hund nehmen könnte. In der Nähe machst du dann einfach ein paar Übungen mit dem Hund. Führt er diese aus, ohne ständig zum Triebmittel zu schielen, wird er bestätigt und zwar mit einem Triebmittel das höherwertig ist. Das ist wichtig, denn der Hund soll ja lernen, dass es sich lohnt sich nicht selbst zu bedienen. Und du machst es dem Hund damit gerade am Anfang etwas einfacher sich die Belohnung zu verdienen. Das reduziert die Gefahr, dass der Hund nach einer Weile total gefrustet ist und erst recht ungehorsam ist, weil er keine Möglichkeit sieht sich die Belohnung zu verdienen.

Wichtig ist, dass du den Hund nur bestätigst, wenn er Gehorsam gezeigt hat, sich also nicht selbst am Triebmittel befriedigt hat. Daher musst du gerade am Anfang unbedingt verhindern, dass der Hund sich selbst bedient. Wenn du Leckerchen als „Lockmittel“ einsetzen willst, lege diese in eine verschließbare Dose, die der Hund nicht selber aufbekommt. Es ist wichtig, dass er deine Hilfe braucht, um zum Ziel zu kommen. Verwendest du „Spielzeug“ als Lockmittel, suche dir eine andere Person, die falls der  Hund sich selbst bedienen will, das Spielzeug vor ihm wegnimmt, so dass er sich nicht selbst bestätigen kann. Alternativ arbeite mit dem Hund an der Leine, dass er nicht weg kann und keine Chance hat, sich zu holen was er will.

Später, wenn der die Übungen grundsätzlich macht, kannst du die Übungen auch dahingehend variieren, dass er kein höherwertes Triebmittel bekommt, sondern sich das, was dort lieg einfach holen darf.

Vorschläge für Übungen

Die ersten der nachfolgenden Übungen kannst du schon mit deinem Welpen trainieren. überfordere ihn aber nicht, durch zu lange Trainingseinheiten. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Hund die Teile der Übung, die verlangt werden, wie „Sitz“, „Fuß laufen“ etc. ohne das als Lockmittel abgelegte Triebmittel beherrscht.

Übung 1

Lege, setze oder stelle deinen Hund irgendwo hin und platziere ein mittelwertiges Triebmittel in seiner Reichweite. Decke dieses jetzt zunächst mit der Hand ab, bis der Hund ruhig ist. Er darf das Triebmittel aber natürlich angucken. Nimm dann langsam die Hand weg und bestätige ihn mit einem höherwertigen Triebmittel, wenn er mindestens 2 Sekunden seine Position beibehält ohne sich zu bedienen. Achte aber darauf auf jeden Fall ein positives Abbruchsignal zu geben, damit der Hund nicht lernt, dass er nach Belieben die Übung beenden kann. Optimal ist ein Click mit dem Clicker als Keep-Going-Signal nach 2 Sekunden und anschließend ein positives Abbruchsignal, nach dem dann das Spielzeug fliegt oder der Hund ein höherwertiges Leckerchen kriegt. Nach und nach dehnst du die Zeit, die der Hund in der Nähe des Triebmittels seine Position halten muss, aus.

Hinweis

Generell ist es auch möglich, dass du dem Hund mit dem Abbruchkommando erlaubst, sich das Spielzeug oder Leckerchen zu nehmen. Gerade am Anfang halte ich das aber für ungünstig, denn der Hund könnte lernen „gleich darf ich mich bedienen“ und würde schon vor Kommando zum Triebmittel laufen. Daher würde ich das erst machen, wenn die Selbstbeherrschung beim Hund gefestigt ist.

Als Ergänzung/Erweiterung zu Übung 1 kannst du auch von deinem Hund Blickkontakt in der Grundstellung verlangen, um sich die Belohnung zu verdienen (siehe Übung 3).

Übung 2

Wiederhole die Übung 1, umrunde dabei aber den Hund, so dass es auch einen kurzen Moment gibt, in dem du dich im Rücken des Hundes außerhalb seiner Sichtweite befindest. Bestätige den Hund wenn du eine Runde gehen konntest, ohne dass er den Versuch gemacht hat, sich zu bedienen. Wiederhole dies, bis du 2, 3, oder 10 Runden um den Hund gehen kannst.

Übung 3

Während der Hund bisher das Triebmittel schon beobachten durfte, geht es nun einen Schritt weiter. Der Hund darf das Triebmittel nicht mehr ansehen. Dein Hund sollte dazu gelernt haben in der Grundstellung Blickkontakt zu halten. Lege  das Triebmittel, das als Lockmittel dienen soll, auf den Boden und mache mit dem Hund eine Grundstellung neben dem Triebmittel, so dass der Hund in Reichweite des Triebmittels daneben sitzt. Warte nun ab, ob der Hund dich irgendwann von sich aus ansieht. Gibt ihm ca. 1 Minute Zeit. Falls  er dann immer noch sein Triebmittel ansieht, erinnere ihn mit dem Kommando für den Blickkontakt daran, dass er dich ansehen soll.

Nimmt er nun Blickkontakt auf, wenn auch nur ganz kurz, bestätige ihn. Entweder indem er sich dann das Triebmittel nehmen darf, oder du ihm ein höherwertiges gibst. Vergiss aber das positive Abbruchsignal nicht.

Sollte er dich auch nach Erinnerung nicht ansehen, beende die Übung mit einem negativen Abbruchsignal und beginne sie neu. Klappt das nach 4-5 Versuchen nicht, gehe zunächst einen Schritt zurück und versuche den Blickkontakt in der Grundstellung erst einmal ohne sichbares Triebmittel, um den Hund daran zu erinnern, was er tun soll. Erst wenn das wieder klappt, platziere wieder das Triebmittel neben dem Hund.

Tipp

Wenn es dem Hund sehr schwer fällt, den Blick vom Triebmittel abzuwenden, versuche es mit einem geringwertigeren Triebmittel für den Hund. Wichtig ist, dass der Hund gerade am Anfang erst mal Erfolgserlebnisse hat, damit  er lernt, wenn ich jetzt „verzichten“, kommt gleich was besseres. Gerade dann wenn es dem Hund sehr schwer fällt, ist es wichtig, dass er anstelle (oder zusätzlich zu) des abgelegten Triebmittels etwas besseres bekommt.

Wenn diese Übung klappt, dass der Hund zumindest kurz Blickkontakt aufnimmt, verlängere die Dauer des Blickkontaktes die er halten muss, bis er die Bestätigung bekommt.

Übung 4

Nun steigerst du die Übung, indem du aus der Grundstellung mit Blickkontakt heraus, 2-3 Schritte gehst. Der Hund sollte den Blickkontakt halten, ohne das Triebmittel anzusehen. Nur dann, darfst du ihn bestätigen.

Übung 5

Klappt Übung 4, erweiterst du diese Übung wie folgt. Lege das Triebmittel auf den Boden und mache mit dem Hund in einer Entfernung von 1-2 Metern eine Grundstellung. Warte bis der Hund von sich aus Blickkontakt aufnimmmt. Falls nicht, kehre zu Übung 3 zurück. Nimmt der Hund Blickkontakt auf, gehe mit dem „Fuß“-Kommando an und umrunde das Triebmittel in einem Kreis mit einem Abstand von 1-2 Metern. Bestätige den  Hund, wenn du eine Runde laufen konntest, ohne dass der Hund das Triebmittel angesehen hat.

Hinweis

Sollte der Hund den Blickkontakt nicht halten, aber NICHT das Triebmittel ansehen, bestätige ihn nach der Runde trotzdem, zumindest am Anfang. Er soll ja auch ein Erfolgserlebnis haben. Genauso gilt, am Anfang, dass du ihn auch bestätigst (bspw. mit einem Click als Keep-Going-Signal) wenn er nur kurz den Blick zum Triebmittel wendet aber von sich aus, wieder Blickkontakt mir dir aufnimmt. Später, sollte er dies aber dann nicht mehr tun, um seine Bestätigung nach der Runde zu bekommen.

Wendet der Hund den Blick von dir ab, um dauerhaft das Triebmittel anzusehen, verwende ein negatives Abbruchsignal um die Übung zu beenden und beginne von vorne.

Klappt die Übung mit einer Runde um das Triebmittel, dehne sie auf 2, 3 oder noch mehr Runden aus.

Übung 6

Platziere das Triebmittel auf dem Boden und begib dich mit dem Hund („Bei-Fuß“-laufend)  in ca. 7m Abstand. Gehe nun mit dem Hund („Bei-Fuß“-laufend) in gerader Linie auf das Triebmittel zu, gehe daran vorbei, wende ca. 7m dahinter und gehe auf der anderen Seite am Triebmittel vorbei. Sollte dein Hund das Triebmittel die ganze Zeit nicht ansehen und korrekt „Fuß“-laufen, bestätige ihn, kurz nachdem du auf der zweiten Seite am Triebmittel vorbei bist. Falls er das Triebmittel ansieht, vorprellt  etc. beende die Übung mit einem negativen Abbruchsignal und beginne sie von vorne.

 

 

 

Übung 7

Nun umrundest du wieder das Triebmittel allerdings in einem größeren Radius als in Übung 5 und lässt die Kreise immer kleiner werden, bis du mit dem Hund das Triebmittel erreicht hast. Achte darauf, dass der Hund nicht vorprellt, wenn er erkennt, dass es Richtung Triebmittel geht.

Du kannst die Übung auch später dahingehend erweitern, dass du nach erreichen des Triebmittels die Kreise wieder vergrößerst.

Wenn du, nachdem der Hund diese Übungen beherrscht, dessen Gehorsam testen willst, kannst du das bspw. mit folgenden Übungen.

Lege deinen Hund irgend wo ins „Platz“, entferne dich auf 30-50m vom Hund, platziere auf der Hälfte der Strecke das Triebmittel. Rufe nun den Hund. Wenn er alles gelernt hat, was er sollte und du richtig trainiert hast, sollte er nun am Triebmittel vorbei zu dir kommen. Falls er das macht hat er sich definitiv einen Jackpot verdient. Denke immer daran, aus Sicht des Hundes muss sich sein Verhalten lohnen, das tut es nicht, wenn er auf Triebbefriedigung verzichtet und dafür nichts höherwertiges bekommt!

Der zweite Test ist noch etwas heftiger. Dazu sollte dein Hund die „Box“-Übung können, oder das „Vorraus“ aus dem VPG. Du musst ihn also (ohne ein Triebmittel als Ziel) von dir weg schicken können. Wenn das der Fall ist, platzierst du das Triebmittel wieder auf der Laufstrecke, auf dre sich dein Hund von dir entfernen soll. Dann begibst du dich zum Hund zurück, und schickst ihn „Vorraus“ oder in die „Box“. Er sollte zu seinem Ziel laufen, ohne sich um das Triebmittel zu kümmern. Wenn er das tut, ist aber auch hier wieder der Jackpot fällig oder eine ganz besondere Belohnung.

Konzentration und Selbstbeherrschung

Viele Trainingsmöglichkeiten, nicht nur beim Obedience, erfordern von Hund und Hundehalter ein gewisses Maß an Konzentration und Selbstbeherrschung. Beides ist gerade für Hunde die sich in einer hohen Trieblage befinden, nicht einfach. Wenn du einen solchen Hund hast, solltest du dies unbedingt üben, denn sonst wirst du beim Üben der Geruchshölzchen für Klasse 2, beim Richtungsapport für Klasse 2 und 3, sowie auch bei der Box schnell scheitern, denn dann wird dein Hund spätestens in Klasse 2 nicht am Pylo warten, bis du das Kommando zum Apportieren gibst, sondern wird sich das Apportel gleich holen. Selbst wenn er wartet, wird er auf dem kürzesten Weg zu dem Apportel laufen, das ihm als erstes ins Blickfeld gerät und nicht auf deine Richtungsanweisung warten. Oder er wird in Klasse 3 gar nicht erst am Pylo stoppen. Mal ganz davon abgesehen, dass wirklich triebige Hunde die diese Art der Selbstbeherrschung nicht gelernt haben, nicht nur lästig für den Ringsteward sein können, dem sie versuchen das Apportel zu klauen, sondern sich dann vielleicht sogar am Ringsteward-Tisch selbst bedienen. Für den ein- oder anderen mag sich das jetzt nach purer Übertreibung anhöhren, ist es aber nicht, kann ich aus eigener Erfahrung sagen :-).

Hinweis

Prinzipiell gilt beides auch für den Hundeführer. Auch du solltest dich natürlich darauf konzentrieren, was du übst und wie du übst. Ich habe mir beim Training in meinem Verein angewöhnt, den Hundeführern, mit denen ich übe, vor der Übung kurz zu erklären, was der Hund tun soll, was der Hundeführer machen soll, wenn der Hund das macht und auch, was er tun soll, wenn der Hund bestimmte Fehler macht. So ein kurzes „Briefing“ vorab, ist wirklich hilfreich, denn es reduziert die  Anzahl der Versuche, wo der Hundeführer falsch reagiert. Und in Gedanken, kannst du das natürlich auch vor jeder Übung alleine machen. Und Selbstbeherrschung ist natürlich auch für den Hundeführer eine gute Sache. Die wenigstens Hunde haben noch Bock zu arbeiten, wenn der Hundeführer sauer ist. Das ist leider etwas, wo ich bei mir auch dran arbeiten muss :-)

Was der Hund lernen sollte

Ganz wesentlich ist, dass du deinem Hund beibringst, dass er auch in Sichtweite seines Lieblingsspielzeugs oder mit seinem Lieblingsleckerli vor der Nase, seine Arbeit macht und zwar so gut und konzentriert, dass er sich damit das Spielzeug oder Leckerchen verdient. Dein Hund muss zu der Erkenntnis kommen:

  • auch wenn ich mir mein Spielzeug einfach holen könnte, lohnt es sich, darauf zu warten, bis ich darf (denn dann kommt vielleicht noch was besseres ….)
  • ich komme an mein Ziel (Spielzeug/Leckerchen) wenn ich tue, was  von mir verlangt wird
  • je besser ich mitarbeite, desto schneller erreiche ich mein Ziel

Aus Sicht des Hundesführers braucht der Hund also:

  • Selbstkontrolle, um sich nicht selbst zu bedienen
  • Gehorsam, um ihn in den Status der Selbstkontrolle versetzen zu können
  • Konzentration, um sich trotz sichtbarem/verfügbarem Triebmittel auf die Übung konzentrieren zu können

Beispiel

Wenn du bspw. die Box übst, muss der Hund lernen sich von dir zu entfernen und in die Box zu laufen. Und zwar auch dann, wenn er dich ungern verlässt oder wenn er weiß, sein Lieblingspielzeug bzw. Leckerchen ist bei dir. Er wird sich sonst von dir nicht entfernen, solange er nicht in der Box ein Ziel hat, das ihm wichtiger ist, als das, was ihn hindert sich von dir zu entfernen. Und genau hier gibt es ein Problem. Klar kannst du ihm sein Lieblingsspielzeug in die Box legen. Aber wenn der Trieb auf das Spielzeug oder vielleicht sein Lieblings-Leckerchen zu hoch ist, wird er schnurgerade dort hinlaufen. Auf den ersten Blick sieht das gut aus. Das Problem ist aber, er wird die Box als solche nicht wahrnehmen und daher später die Box nicht finden. Denn er hat nur gelernt zu seinem Triebziel zu laufen, aber nicht, das ZIel mit den Augen zu suchen, in dem er die Box erkennt und anläuft. Du kommst also nicht umhin, deinen Hund zu animieren in die Box zu laufen, ohne dort sein Lieblingsspielzeug zu platzieren. Ganz im Gegenteil, du musst ihn animieren sich von dir zu entfernen, obwohl er das eigentlich nicht will. Das heißt, der Hund muss gelernt haben, das Laufen in die Box ist nur Mittel zum Zweck, um sich sein Triebmittel zu verdienen.

Basis für alle diese Anforderungen ist, dass der Hund sich konzentrieren kann. Das kannst du auch schon mit einem kleinen Welpen üben. Du musst ja nicht 20 Minuten am Stück üben, aber wenn du mit 8 Wochen beginnst und ein paar Mal am Tag anfangs 1 Minute, später 2 oder 3 Minuten mit ihm übst, dehnst du damit automatisch die Zeitspanne aus, die er sich konzentrieren muss. Aber pass auf, dass du deinen Welpen nicht überforderst.

Hinweis

Natürlich musst du auch bei einem erwachsenen Hund aufpassen ihn nicht zu überfordern. Wenn du bisher nicht viel mit deinem Hund gemacht hast, können auch für einen erwachsenen Hund schon 5 Minuten sehr viel sein. Beobachte ihn gut, um festzustellen, wenn er sich nicht mehr motivieren lässt, sich zu konzentrieren. Übe dann lieber öfter am Tag kurze Einheiten.

Konzentrationsübungen

Bevor du trainieren kannst, dass dein Hund sich beherrscht, auch mit dem Triebziel vor seinen Augen, solltest du Konzentration mit deinem Hund trainieren. Dazu gibt es verschiedene Übungen. Ein paar Ideen sind folgende:

Übung 1:

Bring deinen Hund in die Sitz-Position und stelle dich davor. Animiere ihn dazu, dich anzusehen, bspw. indem du ihm ein entsprechendes Kommando („Schau“ oder „Guck“) gibst, dass du natürlich vorher mit ihm trainiert haben solltest. Bestätige den Hund, wenn er den Blickkontakt 10 Sekunden hält. Guckt er vorzeitig weg, gibt ein Abbruchkommando (ein negatives) oder ignoriere dies und beginne die Übung von vorn.  Dazu solltest du dann auch den Hund neu absetzen und dich neu vor dem Hund positionieren. Klappt das mit den 10 Sekunden, wiederhole die Übung mit 20 Sekunden, 30 Sekunden etc.

Achtung

Wichtig ist, dass es sich für den Hund auch lohnt den Blickkontakt zu halten. Wenn du ihn dafür mit einem Leckerchen abspeist, er aber genau weiß, dass du sein Lieblingsspielzeug hast, das er viel lieber hätte, wird der Hund schnell frustriert sein, denn er will mit dem Blickkontakt sein Ziel erreichen und das ist sicherlich immer die höherwertige Bestätigung. Daher ist es wichtig die Rangfolge der Bestätigungen deines Hundes zu kennen. Du kannst aber auch, je länger der Hund den Blickkonakt hält, die Bestätigung entsprechend höherwertiger wählen. Dann wird dein Hund ganz schnell lernen, je länger er sich konzentriert, desto schöner ist die Belohnung.

Übung 2

Setze oder lege den Hund ab und gib ihm die Anweisung Blickontakt zu halten. Gehe nun vor dem Hund etwas auf und ab. Steigere die Länge die der Hund dich mit den Augen verfolgen muss, bis er sich die Belohnung verdient hat.

Übung 3

Dein Hund sollte dafür schon die Fuß-Position beherrschen. Wenn das der Fall ist, starte mit einer Grundstellung (der Hund sitzt links, gerade neben dir mit seiner Schulter auf Höhe deines Knies). Fordere ihn auf Blickkontakt aufzunehmen, gehe mit dem Kommando „Fuß“ an, exakt einen Schritt und mache eine neue Grundstellung. Bestätige den Hund, wenn er während des Angehens, dem Schritt und der neuen Grundstellung durchgängig Blickkontakt hält. Beginne die Übung neu, wenn der Hund zwischendrin den Blick abwendet. Klappt das mit einem Schritt, dehne die Übung nach und nach auf 2, 3 und noch mehr Schritt aus.

Hinweis

Wichtig ist, dass du zunächst in einer Umgebung mit wenig Ablenkung beginnst. Später kannst du die Übungen dann auch unter Ablenkung machen. Dann solltest du aber ruhig noch mal ein paar Schritte zurückgehen.  Schafft dein Hund bspw. in ruhiger Umgebung 2 Minuten Blickkontakt zu halten, beginne unter Ablenkung wieder bei 10 Sekunden und dehne dies aus.

Tipp

Wenn du schon etwas fortgeschrittener bist und dein Hund ein paar der Übungen beherrscht, kannst du die natürlich auch kombinieren.

Übung 4

Für diese Übung sollte dein Hund schon etwas fortgeschrittener sein und ein paar Übungen können. Es geht darum, dass der Hund lernt, dir zuzuhöhren. Nach einer Weile, wenn das Training und die Übungen zur Routine werden, höhren Hunde nicht mehr zu. Sie konzentrieren sich dann nicht mehr auf das, was du sagst, sondern arbeiten die Übungen anhand der Situation ab. Stellst du dich bspw. in Richtung „Box“ und gibst ein Kommando, läuft der Hund in die Box, denn er weiß, so stehst du nur, wenn jetzt die Übung „Box“ kommt. Sie laufen dann aber auch in die Box, wenn du vielleicht ganz was anderes gesagt hast und genau das, übst du jetzt. Bspw.

  • mache eine Grundstellung vor der Hürde. Wenn du für Klasse 1 trainierst, gehe nun auch auf die andere Seite der Hürde. Statt jetzt aber das Kommando für den Sprung über die Hürde zu geben, sag was anderes, bspw. „Platz“ oder „Steh“.
  • schicke den Hund zum Kegel und lasse ihn dort wie gewohnt stehen. Gib ihm am Kegel Kommandos für die Distanzkontrolle.
  • Positioniere deinen Hund vor den Geruchshölzchen, die jemand auslegt und sorge dafür, dass die Übung in der Nähe der Hürde ausgeführt wird. Statt den Hund jetzt zu den Geruchshölzchen zu schicken, positionierst du ihn nun vor der Hürde und lässt ihn über die Hürde springen.

Das sind wohlgemerkt nur Ideen, die du abhängig vom Ausbildungsstand deines Hundes anpassen solltest. Wichtig ist, dass du den Hund überraschst, das eben nicht das Kommando kommt, das er erwartet, sondern etwas anderes. Und bestätigt wird der Hund natürlich nur dann, wenn das gegebene Kommando korrekt ausführt.

Bedenke auch, ob das das richtige für deinen Hund ist. Jeder Hund ist anders. Es gibt Hunde die brauchen Routine, also immer gleiche Abläufe weil sie sonst unsicher sind und Streß haben. Bei solchen Hunden solltest du diese Übung mit Vorsicht einsetzen. Überlege auch vorab, wie du genau diese Übungen gestaltest. Wenn dein Hund  gerade erst gelernt hat, sich in die Grundstellung zu setzen, wenn du stehen bleibst, wäre des natürlich kontraproduktiv, das statt des eventuell sonst noch zusätzlich gegebenen Kommandos „Sitz“ jetzt ein „Platz“ kommt. Das würde den Hund bei diesem Ausbildungsstand nur verwirren.

Tipp

Das ist im übrigen auch eine gute Sache, um das Training für den Hund interessanter zu machen, so dass er nicht auf Prüfungen ein vorgegebenes Programm abspult, sondern dann die prüfungskonformen Übungen für den Hund nicht die 1000ste Wiederholung der Übungsstunden sind.

Übung 5

Trainiere die vorstehenden Übungen unter erhöhter Ablenkung mit anderen Hunden und Personen auf dem Platz und lass ruhig die anderen Personen mal zwischendurch Kommandos geben, klatschen oder über den Platz rennen. Wenn dein Hund Konzentration gelernt hat, sollte er die Übungen auch dann noch ausführen. Ansonsten trainierst du unter dieser Ablenkung wie vorher ohne Ablenkung auch, bis das klappt.

Wenn die Konzentrationsübungen klappen, kannst du beginnen, die Selbstbeherrschung deines Hundes zu trainieren.

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Abbruchsignal und Jackpot beim Clickertraining

Generell gibt es zwei grundlegende Methoden beim Clickertraining. Du solltest dich dabei für eine Methode entscheiden, denn die Methode später zu wechseln ist nicht unproblematisch.

  • der Click als Keep-Going-Signal
  • der Click als Abbruch-Signal

Nutzt du den Click als Keep-Going-Signal (auf deutsch, „weitermachen“-Signal) heißt das, du bringst dem Hund bei, der Click sagt, „was du gerade machst, ist richtig, mach weiter so …“. Irgendwann ist die Übung zu Ende oder du beendest sie mit einem Abbruch-Signal deiner Wahl. Dann bekommt der Hund seine Belohnung oder darf sich auch austoben und tun was ihm Spaß macht.

Die Alternative ist, du bringst dem Hund bei, der Click bedeutet „was du gerade machst ist richtig, du darfst jetzt die Übung beenden“. Dann darf der Hund nach dem Click tun was er will, bspw. sich sein Spielzeug nehmen oder seine Fußposition zu verlassen, zum Jackpot, bspw. einer besonderen Belohnung laufen und sich bedienen. In diesem Fall ist der Click gleichzeitig Bestätigung und positives Abbruchsignal.

Hinweis

Aus meiner Sicht, hat die zweite Alternative, den Click als Abbruch-Signal zu verwenden zwei Nachteile.
– Du kannst nicht innerhalb einer Übung mehrfach klicken, um einzelne gute Elemente zu bestätigen, denn nach dem ersten Click ist die Übung für den Hund beendet.  Du hast dann viele Möglichkeiten des Clickertrainings verschenkt.
– Übst du zusammen mit einem anderen Hundeführer, der auch klickt und kommt es doch mal dazu, dass der Hund den Click des anderen auf sich bezieht, bricht er die Übung ab. Genauso kann es auf Prüfungen passieren, dass durch das Clicken eines Zuschauers bspw. der abseits mit seinem Hund übt, der Hund die Übung in der Prüfung abbricht.

Ich persönlich präferiere Variante 1, denn ganz oft sieht man, dass die Hunde sich nach dem ersten Click noch mehr anstrengen, in Erwartung der Belohnung. Viele der hier beschriebenen Übungen, gehen auch davon aus, dass ein einfacher Click kein Abbruch-Signal ist, der Hund die Übung also weiter durchführt.

Aufgabe des Abbruchsignals

Möchtest du, dass dein Hund eine Übung oder Aktion solange ausführt, bis ein anderes Kommando kommt, was durchaus Sinn macht, muss es ein Abbruchsignal geben, das deinem Hund sagt, „OK, mach was du willst, Übung beendet“. Generell gibt es drei Möglichkeiten dieses Abbruchsignal einzusetzen:

  • lediglich dann, wenn du die Übung abbrichst, weil der Hund etwas falsch macht, weil ansonsten der Click das Abbruchsignal ist.
  • immer, wenn eine Übung beendet ist, egal ob erfolgreich oder nicht. In diesem Fall ist es aber schwierig für den Hund zu unterscheiden, ob die Übung nun erfolgreich beendet wurde oder nicht. Du musst dann also nach dem Abbruch-Signal die Belohnung folgen lassen, wenn der Hund es gut gemacht hat.
  • sowohl für einen missglückten wie einen korrekten Übungsverlauf, allerdings mit unterschiedlichen Kommandos, weil der Click als Keep-Going-Signal verwendet wird.

Ein Abbruchsignal benötigst du auf jeden Fall, denn es ist wenig sinnvoll, deinen Hund selbst bestimmen zu lassen, wann eine Übung zu Ende ist.  Nimm an, der Hund soll „Platz“ machen, bis du ihn abrufst. Dann möchtest du ja nicht, dass der Hund aufsteht, wenn er keine Lust mehr auf liegen hat, sondern du möchtest, dass er so lange liegen bleibt, bis du ihm das Kommando zum Abrufen gibst. Das „Platz“-Kommando wird dann bspw. durch das „Hier“-Kommando abgelöst. Hat der Hund gelernt mit „Hier“ in die Grundstellung zu kommen, soll er daraus ja auch nich nach Belieben wieder aufspringen, sondern dort verweilen, bis bspw. das „Fuß“-Kommando kommt. Irgendwann willst du aber den Hund auch loben, mit ihm spielen oder ein Leckerchen geben, was dann?

Vielfach sieht man dann, dass der Hundeführer das Spielzeug aus der Tasche zieht und der Hund schon mal in Vorfreude aufspringt und am Hundeführer hochspringt. Das ist aber eigentlich nicht konsequent, denn so hat der Hund bestimmt, wann er aus der Grundstellung aufsteht. Er wird dann womöglich bald schon seine Übung beenden, wenn du mit der Hand in die Tasche greifst. Besser ist, ein Abbruchkommando zu verwenden. Der Hund macht eine Übung zu Ende und soll nun belohnt werden, dann kommt das Abbruchkommando und der Hund darf seine Position verlassen. Erst danach holst du Leckerchen aus der Tasche oder das Spielzeug. So lernt der Hund, jedes Kommando gilt, bis ein neues kommt. Im Zweifel ist das Abbruchkommando eben das neue Kommando das dem Hund sagt „Spaß haben“ :-)

Ein positives und negatives Abbruch-Signal verwenden

Sicher kannst du nur die positiven Verhalten deines Hundes bestätigen und die negativen, oder Fehler ignorieren. Aber schneller wird dein Hund lernen, wenn du ihm auch deutlich sagst, wenn er was falsch macht. Ansonsten hat es dein Hund schwer zu unterscheiden, ob er etwas zwar richtig macht, aber er nur nicht bestätigt wird, weil es etwas ist, was er eigentlich schon lange kann oder ob er jetzt was falches gemacht hat. Ich bevorzuge daher, Fehler des Hundes nicht zu ignorieren.

Ich verwende stattdessen zwei verschiedene Abbruchsignale, ein „positives“ und ein „negatives“. Als negatives sage ich „Nein“ und zwar in einem Tonfall, der meinem Hund deutlich macht, dass ich unzufrieden bin. „Nein“ heißt für meinen Hund:

  • was du gemacht hast, war falsch,
  • die Übung ist zu Ende und
  • es gibt keine Belohnung

In der Regel fange ich dann die Übung neu an, damit der Hund eine Chance hat, es richtig zu machen.

Tipp

ich finde es wichtig, dass der Hund erkennt, dass die Übung neu beginnt. Das heißt, ich gehe in der Regel ein paar Meter und mache eine neue Grundstellung, Allerdings muss ich zugeben, dass ich da aus Zeitgründen auch nicht immer konsequent bin. Bei meinen eigenen Hunden habe ich da noch keine Nebenwirkungen gemerkt. Ich kenne aber ein paar Hunde, die gemeint haben, der Fehler und die Wiederholung gehört zur Übung. Um das zu vermeiden, ist es manchmal auch sinnvoll, die Übung nicht direkt zu wiederholen, sondern eine andere Übung dazwischen zu machen.

Hunde, die eine sehr geringe Frustrationstoleranz haben, können bei ständiger Wiederholung der Übungen, noch dazu, wenn sie jedes Mal mit einem negativen Abbruchsignal beendet wird, schnell frustriert werden. Das kann zur Folge haben, dass der Hund mit Beschwichtigungssignalen (schnüffeln, weggucken, Schnauze lecken …) reagiert und nicht mehr mitarbeiten will. Andere Hunde fangen an zu bellen oder urinieren auf dem Platz. Bei solchen Hunden ist es sinnvoll, auch eine fehlerhafte Übung ab und an positiv zu beenden. Natürlich sollst du nicht deinen Hund für den Fehler noch bestätigen. Aber du kannst natürlich Fehler, insbesondere wenn sie passieren, weil der Hund die Übung noch nicht kann, einfach ignorieren und die ganze Übung (der Hund kennt ja nicht die Prüfungsordnung und weiß daher nicht, wie die Übung eigentlich enden sollte) mit etwas beenden, was der Hund kann.

Beispiel

Nimm an, du schickst deinen  Hund zum Kegel und immer wieder rennt der Hund zwar mit vollem Tempo hin, braucht dann aber zu lange, um zu stoppen und steht zu weit vom Kegel weg. Wenn du nun ständig die Übung mit „Nein“ beendest, wird der Hund zwar lernen, dass er was falsch gemacht hat. Es kann dir aber passieren, dass der Hund irgendwann auch keine Lust mehr hat zum Kegel zu laufen, weil er denkt, dass schon das Hinlaufen falsch ist, oder er hat einfach keine Lust mehr, weil er nicht mehr weiß, was er noch tun soll, damit du zufrieden bist.  Statt ihn dann am Kegel versuchen ins Steh zu bringen, lass ihn zwischendurch am Kegel vorbeilaufen (indem du ihn einfach nicht stoppst) und bei erreichen des Kegels die Übung einfach mit einem postiven Abbruchsignal beendest. Sag bspw. „Lauf“ und schmeiß deinem Hund das Spielzeug hin. So erreichst du, dass der Hund die Übung positiv in Erinnerung behält und nicht total frustriert ist. Du kannst dann bspw. das stehen aus dem Laufen zunächst erst einmal einzeln, unabhängig vom Kegel trainieren.

Das „positive“ Abbruchsignal beendet die Übung und sagt meinem  Hund,

  • das hast du toll gemacht
  • die Übung ist zu Ende,
  • hab Spaß und freu dich

Danach folgt in der Regel die Belohnung in Form von Spiel oder Futter.

Davon habe ich gleich mehrere, die ich einsetze, wie sie gerade passen.

  • „Lauf“ sage ich bspw. wenn ich meinem Hund ein Spielzeug zuwerfe und er ihm hinterherrennen und seine Position verlassen darf.
  • „Doppelclick“ mit dem Clicker, verwende ich, wenn der Hund eine Übung ganz besonders toll gemacht hat und er sich seinen „Jackpot“ verdient hat. Je nach Hund bedeutet das „nimm dir dein Spielzeug“ (bei meiner Hündin) bzw. „jetzt gibt es Katzenfutter“ (bei meinem Rüden). Beide wissen aber, dass jetzt was ganz Besonderes kommt.
  • „Pack“ sage ich, wenn sich meine Hündin zur Belohnung ihr Spielzeug holen darf, dass in der Regel in Reichweite irgendwo liegt, genau zu diesem Zweck, ihr zu gestatten, sich das Spielzeug zu holen, wenn sie es sich verdient hat.

Hinweis

Im Prinzip würde natürlich ein Abbruchsignal reichen. Bei mir hat sich das so entwickelt, weil ich bspw. „Lauf“ schon immer gesagt habe, bevor die Hunde nach dem Ableinen beim Spaziergang laufen durften. Aber „Pack“ und „Lauf“ sind eigentlich fast gleichwertig, nur das eine nehme ich vorzugsweise für meinen Rüden, weil der das Spielzeug geworfen bekommt und „Pack“ für meine Hündin, die es sich holen darf.

Der Jackpot für besondere Leistungen

Möchtest du deinem Hund eine komplizierte und für ihn bspw. aufgrund seiner Motivationslage schwere Übung beibringen, sollte auch die Belohnung besondert gut ausfallen, wenn er sie denn komplett richtig macht, denn das motiviert den Hund, es beim  nächsten mal genausogut oder noch besser zu machen. Um das zu können, ist es aber wichtig, dass du die Rangfolge der Belohnungen für deinen Hund kennst. Nur dann kannst du für die „normale“ Leistung des Hundes eine mittlere Bestätigung wählen, so dass du dich für besondere Leistungen noch steigern kannst.

Mein Labi-Rüde bekommt bspw. normalerweise „Frolic“. Für besondere Leistungen gibt es entweder seinen Lieblingsball oder aber, was aus seiner Sicht das Highlight schlechthin ist, Katzennassfutter aus der Tüte (oder Aluschälchen). Dafür tut er wirklich alles und sich das zu verdienen, da gibt er sich besonders viel Mühe. Für meine Mali-Hündin ist der Jackpot der Lieblingsball von meinem Rüden (den gibt es aber nur nach der Fährte) und bei der Arbeit auf dem Platz der Kong. Für die normale Bestätigung zwischendurch verwende ich ein Spieltau.

Spieltau aus Fleece

Spieltau aus Fleece

Beißwurst

Beißwurst

Kong

Kong

Bei mir gehört zum „Jackpot“ auch, dass der Hund ihn sich selbst holen darf, bzw. mit viel Spaß und Tempo zum Jackpot laufen darf. Das erfordert aber natürlich so viel Gehorsam und Selbstbeherrschung dass der Hund sich nicht wärend der Arbeit von sich aus, selbst bedient.

Tipp

Einen umfassenden Überblick über Clicker-Training findest du auch als E-Book in zwei Formaten:
– EPUB-Format: Clicker-Training, wie es wirklich funktioniert!
– PDF-Format: Clicker-Training, wie es wirklich funktioniert!
zum Offline-lesen. Viel Spaß damit.

Vorbereitungen zum Clicker-Training, die Konditionierung

Konditionierung auf den Clicker bedeutet, dass du deinem Hund beibringst, der Click ist etwas ganz Tolles, das Verprechen einer Belohnung. In etwa so, als wenn man einem Kind verspricht „Wenn du eine 2+ in Mathe schreibst, kriegst du eine Belohnung …“. In etwa das muss der Click für den Hund bedeuten. Der Hund zeigt ein gewünschtes Verhalten, du klickst, während er das Verhalten zeigt und der Hund denkt „Super, das wollte Herrchen/Frauchen also? Und gleich krieg ich was dafür, also gleich noch mal machen, damit ich noch mehr Belohnung kriege …“

Natürlich wird ein Hund nicht im Detail so denken. Angeblich denken sie ja nur in Form von Verknüpfungen, also ein Verhalten erzeugt eine Reaktion  und die ist angenehm oder unangenehm. Ich bin allerdings der Überzeugung, auch Hunde haben ein gewisses strategisches Denken. Aufbauend auf erlerntem und angeborenem Verhalten sind sie sehrwohl in der Lage zu „überlegen“, wie sie am schnellsten ein Ziel erreichen.

Beispiel

Wenn dein Hund schon ein paar Kommandos kennt und ausführt, dann versuch mal folgendes. Stelle dich vor deinen Hund mit seinem Lieblingsspielzeug in der  Hand oder einem Leckerchen und sag ein dem Hund unbekanntes Wort, bspw. „Rasenmäher“. Wichtig ist, dass du das Wort in einem Tonfall sagst, in dem du sonst Kommandos gibst. Da dein Hund das Kommando nicht kennt, ist er in der Regel erst mal ratlos. Wiederhole das Wort im gleichen Tonfall. Und du wirst sehen, mehr oder weniger schnell wird dein relativ ratloser Hund alles probieren was er gelernt hat, in der Hoffnung es ist das dabei, was du von ihm willst und mit dem er sich seine Belohnung verdienen kann. Er wird bspw. nacheinander „Sitz“, „Platz“ etc. ausführen, alles was du ihm schon beigebracht hast.
Für mich ist das der Beleg dafür, dass der Hund strategisch denkt. Er hat ein Ziel vor Augen sein Leckerchen oder Spielzeug und er erkennt, dass du ein Kommando gibst. Mit der Erkenntnis aus dem bisher Gelernten, dass er die Belohnung bekommt, wenn er das Kommando ausführt, versucht er nun das machen, was dich dazu bringt ihm die Belohnung zu geben.

Aber auch ein Wildhund oder Wolf muss diese Form strategischen Denkens kennen, denn sie ist überlebenswichtig. Wenn er Hunger hat, muss er diesen befriedigen und die einzige Möglichkeit dazu ist zu jagen. Der Hund muss also schlussfolgern, wenn ich hunger habe, muss ich jagen, um fressen zu können. Die Jagd ist also das Mittel um vom Ist-Zustand (hungrig) zum Zielzustand (satt) zu kommen und damit ein Mittel zur Bedürfnisbefriedigung. Und wenn der  Hund dann zu der Erkenntnis gelangt ist, um satt zu werden, muss er jagen, dann bedeutet auch dies „stragisches Denken“. Denn es hat wenig Sinn und fördert nicht das Überleben der Art, wenn der Hund dann das größte Tier einer Herde mitten in der Herde angreift und ganz alleine versucht es zu erlegen. Erfolgreicher ist ein Hund bei der Jagd der diese „plant“, erst die anderen Rudelmitglieder versammelt, ein schwaches Tier von der Herde trennt  und diese dann erbeutet. Auch das erfordert strategisches Denken.

Konditionierung versus strategischem Denken

Konditionierung bedeutet aber nun genau das Gegenteil. Der Hund soll nicht mehr darüber nachdenken müssen, was Ursache und Wirkung ist oder wie er ein Ziel erreicht. Konditionierung heißt, der es wird ein Reiz (Click) mit einer Reaktion verknüpft, so dass er Hund den Reiz später mit der Reaktion gleichsetzt, ähnlich einem erlernten Reflex. Der Hund „lernt“, dass der Click gleichbedeutend ist mit Belohnung (Futter, Spielzeug oder beides), er also etwas Positives bedeutet.

Tipp

Es gibt Hunde, die das Geräusch des Clickers nicht mögen und Angst zeigen. Auch mein Labi-Rüde gehörte dazu. Aber das ist eine Frage der Geduld, denn genau mit der Konditionierung kannst du deinen Hund vom Gegenteil überzeugen. Wenn er ein paar mal die Erfahrung gemacht hat, nach dem Click kommt nichts Schlimmes, sondern ganz im Gegenteil sein Lieblingsleckerli, wird er schnell die Angst vor dem Click verlieren und ihn als etwas tolles und schönes ansehen. Wichtig ist dann aber dass die Belohnung unmittelbar nach dem Click kommt und nicht nach oder während des Angstverhaltens.

Konditionierung mit Futter

Bei Hunden, die zumindest zuhause in bekannter ruhiger Umgebung Futter gerne nehmen, empflielt sich die Konditionierung mit Futter. Dazu gehst du so vor.

  • Setze dich gemütlich mit deinem Hund an einen ruhigen Ort mit wenig Ablenkung, bspw. an den Küchentisch, auf die Couch etc.
  • Nimm eine Schale mit Leckerlis und den Clicker.
  • Klicke nun mit dem Clicker und gibt deinem Hund unmittelbar danach oder auch gleichzeitig ein Leckerchen.
  • Wiederhole das ganze 10-20 Mal und das wiederum 5 bis 10 Mal am Tag.

Bei den meisten Hunden reichen zwei Tage, bis die Hunde das verstanden haben. Du kannst das wie folgt testen.

  • Stelle die gleiche Situation her, wie vorher aber nimm noch kein Leckerchen in die Hand.
  • Erzeuge einen Click, gib aber jetzt kein Futter.

Wenn dein Hund nun erwartungsvoll auf deine Hand oder die Leckerli-Schüssel guckt oder anfängt zu sabbern oder fordernd zu stuppsen, hat er verstanden, dass nach dem Klick das Leckerchen folgt. Gib es ihm nun einfach.

Jetzt kannst du die Zeitspanne zwischen Click und Belohnung ausdehnen, erst auf 1 Sekunde, dann auf 2, auf 3 etc.

Tipp

Optimal für den Anfang ist, wenn dein Hund nach einem Click gebannt ca. 30 Sekunden auf die Belohnung wartet, ohne das Interesse zu verlieren. Später kannst du diese Zeitspanne im Training weiter ausbauen.

Konditionierung ängstlicher Hunde und Futterverweigerer

Es gibt nun mal Hunde, die Futter beim Training nicht wollen oder damit einfach nicht zu motivieren sind. Bei diesen Hunden kannst du alternativ auch Spielzeug als Belohnung nehmen. Die Vorgehensweise ist die gleiche, wie beim Futter, nur ist dies etwas langwieriger, da das Spiel zwischendurch natürlich länger dauert, als das runterschlucken des Leckerchens. Es besteht überdies die Gefahr, dass du den Hund in eine Trieblage versetzt ist, in der er schlecht lernt weil er extrem hochfährt und sich nicht mehr konzentrieren kann. Bei Futter ist diese Gefahr deutlich geringer.

Tipp

Erfahrungsgemäß zeigen Hunde (Menschen übrigens auch) mehr Angst in ängstigenden Situationen, wenn sie ruhig sitzen oder liegen und so Zeit haben sich auf die Angst zu konzentrieren. In Bewegung, beim Spiel oder anderen Aktivitäten vergessen viele Hunde ihre Angst. In dieser Situation lassen sie sich daher besonder einfach so konditionieren, dass sie den Click nicht als etwas schreckliches sondern positives empfinden. Wenn du also einen so ängstlichen Hund hast, dass dieser immer rennen geht, sobald du klickst, gehe einfach mit deinem Hund in den Garten oder an einen Ort an dem er sich wohlfühlt. Laufe dabei mit ihm, zeig ihm sein Spielzeug oder ein Leckerchen und lenke ihn damit etwas ab. Unmittelbar mit dem Click schmeißt du ihm dann den Ball und spielst ausgiebig mit ihm bzw. gibst ihm ein Leckerchen. So besteht nich die Gefahr Angstverhalten nach dem Click zu bestätigen. Du wirst sehen, es dauert nicht lange und der Hund nimmt den Click nicht mehr als beängstigend war und kurz danach freut er sich regelrecht, denn „Click“ heißt ja jetzt für ihn, jetzt fliegt sein Spielzeug. Wenn du das schon mal erreicht hast, dann gehst du dazu über, das Spielzeug erst nach dem Click zu schmeißen und verfährst dann wie oben für die Konditionierung mit Futter beschrieben wurde.

Tipp

Einen umfassenden Überblick über Clicker-Training findest du auch als E-Book in zwei Formaten:
– EPUB-Format: Clicker-Training, wie es wirklich funktioniert!
– PDF-Format: Clicker-Training, wie es wirklich funktioniert!
zum Offline-lesen. Viel Spaß damit.

Die Sache mit dem Click

Ebenso kontrovers wie die Wahl des Motivationsmittels wird unter Hundesportlern und Trainern der Einsatz des Clickers diskutiert. Ich persönlich bin der Meinung, man kommt in vielen Bereichen auch ohne Clicker aus, es gibt aber einige Übungen, die sich mit Clicker viel einfacher trainieren lassen. Ich habe lange Jahre ohne Clicker gearbeitet, aus zwei Gründen. Zum einen hatten wir im Verein einen Ausbilder, der davon absolut nichts hielt zum anderen war das, was ich dazu gelesen hatte bis dahin eine Fehlinformation gewesen, nämlich genau die, dass man irgendwann die Belohnung nach dem Click weglässt. Das hatte mir damals einfach nicht eingeleuchtet, denn wenn ich erst den Hund auf den Clicker konditionieren muss, ihm also beibringen muss, der Click ist etwas positives, danach kommt die Belohnung, dann geht natürlich auf Dauer die Verknüpfung bzw. Konditionierung Clicker -> Belohnung auch verloren, wenn die Belohnung nach dem Click nicht mehr folgt.

Irgendwann bin ich dann auf das richtige Buch gestoßen, dass mit dieser Fehlinformation aufgeräumt hat und ich habe den Clicker für mich entdeckt. Es gab dann durchaus Übungen, wie das Apportieren, die der Hund in 7 Jahren Training nicht richtig verstanden hat, die dann in 14 Tagen perfekt funktioniert haben.

Hinweis

Aber der Clicker ist keinesfalls ein Universalmittel für jeden Hund und jeden Hundehalter. du musst ihn auch korrekt und vor allem im richtigen Moment anwenden. Aber anders als bei einer Bestrafung bei Fehlverhalten des Hundes arbeitest du mit dem Clicker nur mit positiver Bestätigung und wenn du da mal im falschen Moment klickst hat das maximal zur Folge, dass du hinterher etwas Zeit brauchst, das fehlerhaft bestätigte unerwünschte Verhalten wieder wegzutrainieren. Aber Meideverhalten durch Bestrafunng im falschen Moment wieder wegzutrainieren ist deutlich schwerer.

Aus meiner Sicht sprechen für den Clicker weit mehr Argumente als gegen ihn. Selbst wenn du ein schlechtes Timing hast und deshalb den Clicker nicht korrekt einsetzen kannst, ist das ja nun nichts was gegen den Clicker spricht. Denn für alternative Ausbildungsmethoden ist schlechtes Timing noch deutlich ungünstiger.  In diesem Fall musst du dein Timing verbessern, um im richtigen Moment zu bestätigen, egal womit.

 

Vorteile des Clickers im Überblick

Die Nachteile im Überblick

  • Bestätigung des Hundes im perfekten Moment
  • Die Übung kann nach dem Click fortgesetzt werden
  • Die Art der Belohnung nach dem Click kann variiert werden
  • Zeitspanne zwischen Click und Belohnung nach dem Click kann fast beliebig ausgedehnt werden
  • Auch eine andere Person kann den Hund per Click bestätigen
  • Bestätigung auf Distanz möglich
  • Ganz nebenbei lernt der Hund „Selbstkontrolle“ und auf die Belohnung (nach dem Klick) zu warten.
  • Das Konditionieren auf den Clicker benötigt etwas Zeit, insbesondere bei Hunden, die ängstlich auf diese Art Geräusche reagieren.
  • Klicks anderer Hundeführer, die gleichzeitig trainieren, könnten vom Hund als „Bestätigung“ verstanden werden.

Mehrere Hunde gleichzeitig

Auch wenn mit mehreren Hunden gleichzeitig trainiert wird, kann man den Clicker durchaus einsetzen, denn zum einen erzeugt nicht jeder Clicker den gleichen Ton, der Hund kann als die Töne durchaus unterscheiden. Außerdem kann der Hund die Richtung unterscheiden, aus der der Click kommt und diesen seinem Hundeführer zuordnen oder eben nicht. Es ist eine Sache des Trainings. Am Anfang, wenn man den Hund auf den Clicker konditioniert, sollte man allerdings dafür sorgen, dass der Hund keine anderen Clicks hört. Später ist ein Training zusammen mit anderen Hundeführern, die ebenfalls den Clicker nutzen, kein Problem.

Wie Training mit Clicker funktioniert

Der Click mit dem Clicker esetzt nicht die Belohnung für richtiges Verhalten, sondern kündigt sie an. Das heißt,  zeigt der Hund erwünschtes Verhalten, klicken Sie, statt in die Tasche zu greifen und ein Leckerchen herauszuholen oder eine Spielzeug aus der Tasche zu holen. Der  Hund weiß nun, sein aktuelles Verhalten ist richtig und dafür wird er später belohnt.

Hinweis

Am Anfang, wenn Sie mit dem Clickertraining beginnen, sollte die Belohnung, also Spielzeug oder Leckerchen unmittelbar nach dem Click folgen, denn der Hund muss ja erst lernen, auf die Belohnung nach dem Click zu warten. Zudem ist das wichtig, um die Konditionierung zu verstärken. Mit der Zeit können Sie aber den zeitlichen Abstand zwischen Click und Belohnung ausdehnen. Und Sie werden sehen, die meisten Hunde, geben Sie in der Zwischenzeit also zwischen Click und Belohnung noch mal so viel Mühe alles richtig zu machen.

Der Hund wird das Verhalten, für das er einen Click bekommen hat, zunehmend öfter zeigen. Manchmal reichen 3-4 präzise Clicks, bis der Hund begriffen hat, um was es geht. Die Art der Belohnung und damit die Motivationslage bestimmen, wie schnell und effizient der Hund lernt.

Vorsicht

Wenn die Belohnung nach dem Click den Hund so hoch motiviert, dass er sich nicht mehr beherrschen kann, weil er nur noch an das Motivationsmittel denken kann, musst du eine Form der Belohnung wählen, die weniger hochwertig ist. Sonst wird dein Hund kein erwünschtes Verhalten mehr zeigen können und durch die fehlende Bestätigung nur frustriert. Daher ist es wichtig, die Präferenzen der Motivationsmittel für deinen Hund im Vorfeld auszuloten. (Mehr dazu?)

Ganz wichtig ist, dass der Click exakt in dem Moment erfolgt, in dem der Hund das erwünschte Verhalten zeigt. Aber das ist mit dem Clicker in der Hand deutlich einfacher als mit der direkten Motivation durch Futter und oder Spielzeug. Beides kannst du in der Regel nicht gut in der Hand halten oder aber der Hund ist dann gleich so erregt, dass er an dir hochspringt, um an den Ball zu kommen oder in deine Finger hackt, um Leckerchen zu kriegen. Der Clicker selbst ist für den Hund völlig uninteressant, denn er weiß, nur der Click bringt ihn zum Ziel.

Gerade das Timing ist der große Vorteil des Clickers, den haben Sie in der Hand und können in Sekundenbruchteilen klicken. Alles andere, müssen Sie in der Regel erst mal aus der Tasche holen oder zumindest zum Werfen eines Spielzeugs Schwung holen, oder die Leckerli-Hand Richtung Hund bewegen. Alle diese Bewegungen nimmt der Hund wahr und hat er einmal begriffen, dass das die Einleitung zum Werfen des Balles oder für die Leckerli-Gabe ist, führt das in aller Regel dazu, dass er sein erwünschtes Verhalten ändert und zwar in ein unterwünschtes Verhalten, bspw, indem er bei der Fußarbeit in Erwartung des Balles schon mal vorprescht oder an dir hochspringt. Wirfst du dann den Ball oder gibst das Leckerchen, bestätigst du genau dieses Verhalten, nicht das erwünschte Verhalten von vorher.

Nutzt du den Clicker zum präzisen Bestätigen, spielt es keine Rolle mehr, ob der Ball dann in einem Moment fliegt, wo der Hund seine Fußposition schon verlassen hat, denn er hat gelernt, dass der Ball für die vorher gezeigte korrekte Position (mit dem Click) fliegt.

Darüber hinaus gibt es einen weiteren wichtigen Vorteil, du kannst deinem Hund beibringen, dass der Click nicht das Ende der Übung ist und er sich dann Futter oder Spielzeug widmen darf, sondern dass der Click nur bedeutet „Das hast du fein gemacht …, gleich gibt es was dafür“. Er kann dann die Übung komplett beenden, was manchmal von Vorteil ist und du hast die Möglichkeit ihn auch im weiteren Verlauf der Übung mit weiteren Clicks zu bestätigen. Am Ende der Übung gibst du ihm dann seine Belohnung für die vorherigen Clicks in Form von Spiel oder Futter (oder auch beidem).

Tipp

Gerade die gemischte Belohnung, mal Spielzeug, mal Leckerchen oder auch nur ein liebes Wort oder Streicheln von dir, macht für den Hund das Training interessant. er kann am Click noch nicht erkennen, was ihn tolles erwartet und befindet sich dann in freudiger Erwartung und voller Aufmerksamkeit auf dich und das was ihn von dir jetzt erwartet. Das ist eine Situation in der du besonders effektiv mit deinem Hund kommunizieren kannst, weil die volle Aufmerksamkeit des Hundes auf dich gerichtet ist. Würdest du immer nur Belohnen, indem du einen Ball nach vorne wirfst, wird der Hund nach dem Click nur nach vorne sehen, wo der Ball wohl landen wird …

Voraussetzung für all das ist, dass du deinen Hund auf den Clicker konditionierst. Weiter lesen ..

Tipp

Einen umfassenden Überblick über Clicker-Training findest du auch als E-Book in zwei Formaten:
– EPUB-Format: Clicker-Training, wie es wirklich funktioniert!
– PDF-Format: Clicker-Training, wie es wirklich funktioniert!
zum Offline-lesen. Viel Spaß damit.

 

Futter oder Spielzeug – (k)eine Glaubensfrage!

In den vergangenen Jahren war ich auf zig Seminaren zum Thema Hundeausbildung, egal ob Basisausbildung, VPG-Unterordnung oder Obedience. Darunter waren eine ganze Reihe Seminare, wo die Aussage kam „Futter zur Belohnung ist schwachsinnig“. Der Hund braucht Spielzeug zur Motivation. Wenn dann von mir oder anderen Teilnehmern die Frage kam „Und was ist mit Hunden, die nicht spielen wollen?“ dann gab es zwei mögliche Antworten:

  1. Mit solchen Hunden kann man nicht trainieren, die soll man zu Hause auf die Couch schicken
  2. dann muss man ihnen das Spielen beibringen.

Letzteres ist natürlich schwierig und gelingt nicht bei allen Hunden. Aber eine solche Aussage ist deutlich sinnvoller, als die erste Alternative. Natürlich kann man einen Hund auch mit Futter belohnen oder mit ganz anderen Dingen, eine Streicheleinheit, ein nettes Wort vom Hundeführer oder ein Wettlauf mit Herrchen. All das kann als Belohnung für den Hund weit mehr Wert und viel wichtiger sein, als ein Zerrspiel mit Beißwurst oder das Werfen von Bällen.

Und darauf kommt es schließlich an. Etwas zu finden, was den Hund motiviert, wofür der Hund alles tun würde, um es zu bekommen.

Prioritäten kennen und nutzen

Tipp

Egal ob du mit Futter oder Spielzeug belohnen willst, oder vielleicht auch mit beidem im Wechsel. Probiere ruhig verschiedene Belohnungen aus und beobachte deinen Hund. Bei vielen Hunden kann man sehr gut erkennen, welche Rangfolge die einzelnen Belohnungen für ihn haben, bspw. welches Spielzeug für ihn wichtiger  ist und welche unwichtiger. Und das zu wissen, kann manchmal ganz entscheidend für das Training sein.

Meine Malinois-Hündin Lexa, hat bspw. folgende Prioritäten (aufsteigend):

  1. Trockenfutter
  2. Frolic
  3. Katzen(nass)futter
  4. Fleece-Spieltau
  5. Beißwurst
  6. Kong
  7. eine bestimmte Sorte Ball
  8. alles was quitscht

Da sie ein Hund ist, der sehr schnell von 0 auf 100 ist und sich dann nur schwer beruhigt, muss ich schon sehr genau überlegen, wie ich sie mit was bestätige. Das Spieltau ist meist das Mittel der Wahl. Alles höherwertige ist bestimmten Übungen vorbehalten.

Kong

Kong

Möchte ich sie besonders ruhig haben, bspw. bei der Fußarbeit, da neigt sie zum Bellen, bekommt sie da nur Futter und zwar so lange, bis sie ruhig und entspannt ist. Dann und nur dann kriegst sie für besondere Leistung mal ein Spielzeug.

Mein Labi-Mix hat da ganz andere Prioritäten. Das höchste ist für ihn Leberwurst oder Katzen(nass)futter. Für ihn sieht die Reihenfolge so aus:

  1. Tennisball
  2. einfacher Ball
  3. Vollgummiball
  4. Kong
  5. Ball mit Glöckchen
  6. Ball mit Quitscher (oder anderes Quitschespielzeug)
  7. Trockenfutter
  8. Frolic
  9. Hundewurst/Fleischwurst
  10. Katzennassfutter/Leberwurst

Zerrspiele mit Spieltauen, Beißwürste oder Bälle mit Band sind für ihn mehr eine Strafe als eine Belohnung und das hat sich auch nach 11 Jahren Training nicht geändert. Was sich aber bei ihm antrainieren ließ, ist der Spaß am Spielen insgesamt.  Zwar spielt er immer noch nur mit bestimmten Spielzeugen und bei ihm besteht das Spiel darin, ich werfe das Spielzeug und er holt es, aber daran hat er zwischenzeitlich Spaß und kann das trotz fortgeschrittenem Alter auch 20 x am Stück machen. Das war früher ganz anders. Im Alter von 1-2 Jahren (ich habe ihn erst mit 11 Monaten bekommen) ist er einmal  hinter dem Ball hergelaufen, jedes weitere Mal war für ihn mehr eine Strafe als eine Belohnung.

Man kann vielleicht sagen, da ist im Welpenalter was falsch gelaufen, man hätte da schon das Spielen fördern müssen. Das mag sein. Ich weiß nicht, wie und ob da mit ihm gespielt wurde. Ich kann nur sagen, der ist nicht der Typ für Zerrspiele und mehr der klassische Apportierhund. Das merkt man an seiner Art zu Spielen und das hat sich über die Jahre auch nicht ändern lassen. Ich habe lange gebraucht, um zu erkennen, welche Spielzeuge ihm Spaß machen und welche weniger. Aber das war eine wichtige Erkenntnis, die uns weiter gebracht hat.

Tipp

Wenn dein Hund auch lieber frisst als spielt, bestätige das Bringen von Spielzeug einfach mit Leckerchen. Das hat bei meinem „Engelchen“ wunderbar funktioniert, nicht von heute auf morgen aber im Laufe der Zeit hat er mit Spielzeug etwas Positives verknüpft. Hilfreich ist auch, viele verschiedene Spielzeuge zu verwenden. Zum einen kannst du dann erkennen, ob er Prioritäten hat, zum anderen ist das Spiel für den Hund viel interessanter, wenn er nicht weiß, was da geflogen kommt. Alternativ kannst du natürlich auch  einen Futterbeutel werfen, aus dem du ihn fütterst, wenn er ihn gebracht hat. Später gehst du dazu über, den Futterbeutel durch anderes Spielzeug zu ersetzen und wenn er damit ankommt, bekommt er sein Futter.

Welche Prioritäten der Hund bei den Motivationsmitteln hat, ist für das Training mancher Übungen durchaus wichtig, so bspw. für das „Abrufen mit Steh“ oder den Metallapport, wenn der Hund Metall nicht gerne in die Schnauze nimmt.

Tipp

Wenn du herausfinden willst, welches Spielzeug dein Hund als höherwertig betrachtet und welches als minderwertiger, kannst du das wie folgt ermitteln. Nimm den Hund, lege ihn so ab, dass er dich beobachten kann. Wenn er nicht genug Gehorsam hat, um liegen zu bleiben, wenn du dich mit seinem Spielzeug entfernst, binde ihn an, oder bitte jemanden ihn festzuhalten. Nimm seine Spielzeuge und zeige sie ihm, dass er sieht, dass du mit den Spielzeugen weggest. Lege diese sichtbar für den Hund in 5 bis 10 m Entfernung ab. Gehe zum Hund und erlaube ihm, sich eines zu holen. Beobachte nun, welches Spielzeug sich der Hund nimmt. Wiederhole diesen Versuch ein paar Mal und achte darauf, die Spielzeug in unterschiedlicher Reihenfolge abzulegen. Damit kannst du ausschließen, dass er zufällig das erste nimmt, das er erreicht. Das Spielzeug, dass er sich am häufigsten nimmt, ist offenbar das für ihn wichtigste. Wiederhole nun den Test (eventuell auch an einem anderen Tag oder nach einer Pause), ohne dieses Spielzeug, nur mit den restlichen. Das vom Hund als wichtigste beurteilte Spielzeug nimmst du immer aus, bis am Ende nur noch ein Spielzeug über ist. Dann hast du eine Reihenfolge der Prioritäten deines Hundes, die du für das Training nutzen kannst.

Wie wichtig ist Spielzeug für das Training wirklich?

Ich bin der Meinung, optimal ist ein Hund, der sich über Spielzeug und Leckerchen freut. Leckerchen lässt sich allerdings auch durch andere Motivationsmittel mit/beim Hundeführer ersetzen, bei Spielzeug ist das nicht immer möglich. Es gibt durchaus Übungen, wo es sinnvoll ist, wenn man den Hund auf Distanz bestätigen und überraschen kann. Bei diesen Übungen, dazu gehört, bspw. das „Schicken zum Kegel“ oder in „die Box“ sowie auch das „Abrufen mit Steh“ ist es nützlich, wenn man den Hund bestätigen kann, indem man ihm das Spielzeug zuwirft.  Und dazu ist dann noch ein Spielzeug notwendig, dass sich auch gut werfen lässt. Spieltaue, sind da meist zu leicht, für größere Entfernungen. Bälle lassen sich deutlich präziser werfen.

Wenn dein Hund sich aber gar nicht zum Spielen motivieren lässt und du keine Frikadellen oder Würstchen über den Platz schmeißen möchtest :-) heißt das nicht, dass du diese Übungen nicht trainieren kannst. Dann kann die Nutzung des Clickers eine gute Alternative für die Bestätigung auf Distanz sein oder du musst einfach eine andere Methode wählen. Vielleicht dauert es länger, aber vielleicht ist die alternative Methode auch genau die Richtige für dich und deinen Hund.

Mit dem Clicker belohnen?

Vielfach hört man, der Hunde würde mit dem Clicker belohnt werden. Aber das ist nicht ganz richtig. Richtig eingesetzt bestätigt der Click mit dem Clicker erwünschtes Verhalten. Die Bestätigung erfolgt aber in der Form, dass du dem Hund vorher beigebracht hast, nach dem Click kommt die Belohnung. Er kündigt also die Belohnung an und die Belohnung (das kann Futter, Spielzeug oder auch eine Streicheleinheit oder ein lobendes Wort vom Hundeführer sein) muss auf jeden Fall folgen! Du kannst nicht den Hund erst auf den Clicker konditionieren, ihm also beibringen, dass nach dem Click die Belohnung kommt und später nur noch klicken ohne Belohnung. Dann geht auch die Konditionierung auf Dauer verloren und der Click verliert für den Hund die Bedeutung.

Das schöne am Clicker ist aber, dass du ganz präzise dann klicken kannst, wenn der Hund das richtige Verhalten zeigt. Wenn du ohne Clilcker nur mit Spielzeug belohnst, kommt es recht häufig vor, dass der Hund schon keine korrekte Fußposition mehr zeigt, im Eifer und in Erwartung des Spielzeugs das Apportel fallen gelassen oder die Box verlassen hat, wenn du das Spielzeug aus der Tasche holst. In dieser Beziehung bin ich durchaus ein Clicker-Fan, wenngleich ich auch nicht alles mit Clicker trainiere.