Richtungsanweisungen trainieren – Alternative 2

Wenn dein Hund keinen Spaß am Laufen hat, kannst du die Richtungsanweisung auch anders trainieren, nämlich mit Target.

Diese Methode hat gegenüber Variante 1 einen großen Vorteil, der Hund sucht das Target mit den Augen und hat es dann später, beim Umstieg auf Apportel leichter, auch diese mit den Augen zu finden, auch wenn sie ungünstig liegen und sehr klein sind. Allerdings spricht nichts dagegen, dass du, nachdem du einem lauffreudigen Hund mit der ersten Variante beibegebracht hast, deine Richtungsanweisung anzunehmen, dann auch zwischendrin mal die Target-Methode wählst, um ihm die Suche mit den Augen nach dem Ziel nahe zu bringen.

Voraussetzungen

Dein Hund muss ein Target kennen, zu dem er läuft und er sollte möglichst Spaß daran haben. Wie du das Target trainierst, findest du hier …

Das brauchst du

Du benötigst zwei gleiche Targets und ein Triebmittel, bspw.  Leckerchen oder Spielzeug zur Belohnung, optimal verwendest du einen Clicker.

So geht’s

Schicke den dir gegenüber stehenden Hund nun mit Handzeichen zum Target

Schicke den dir gegenüber stehenden Hund nun mit Handzeichen zum Target

Wenn du bisher immer den Hund aus der Grundstellung gerade aus zum Target geschickt hast, muss dein Hund zuerst lernen, auch nach rechts oder links zum Target zu laufen und diese Anweisung aus einer Entfernung zu dir auszuführen. Gehe dazu wie folgt vor:

  • Stelle oder setze deinen Hund ab.
  • Zeige ihm, dass du das Target auslegst, ein paar Meter rechts oder links von ihm (der gelbe Kreis im Bild)
  • Stelle dich vor den Hund (das X im Bild).
  • Schicke ihn nun mit dem Kommando für das Target zum Target und zeige dabei in die entsprechende Richtung.
  • Tausche dann die Position mit dem Hund, so dass dieser nun auch in die ande Richtung zum Target laufen muss, oder lege das Target in der anderen Richtung aus.

Trainiere das so lange, bis der Hund auf deine Richtungsanweisung immer sicher zum Target läuft, auch wenn du die Entfernung zwischen Hund und Target erhöhst  und wenn der Hund nicht mehr beim Auslegen zusieht.

Schicken zu zwei Targets im Wechsel

Zwei Targets links und rechts vom Hund sollen nun auf Anweisung wechselseitig ovn ihm angelaufen werden.

Zwei Targets links und rechts vom Hund sollen nun auf Anweisung wechselseitig ovn ihm angelaufen werden.

Im nächsten Schritt legst du zwei Targets aus, eins rechts und eines links vom Hund. Nun schickst du den Hund im Wechsel mal zu dem einen und mal zu dem anderen Target.

Bestätige ihn nur, wenn er in die richtige Richtung läuft und am Target ankommt.

Tipp

Allerdings haben Hunde, die nicht gerne laufen beim Training mit Targets oft ein Motivationsproblem. Das liegt daran, dass Hunde die Spaß am Laufen haben, sich bei der Methode mit dem Umrunden der Pylos Spaß und Bestätigung durch die Übung selbst holen, weil sie da durch die Gegend psen können.  Für lauffaule Hunde ist aber das Target nur Mittel zum Zweck. Daher musst du unbedingt darauf achten, in kurzen Einheiten zu üben oder den Spaß am Erreichen des Targets dadurch aufrecht zu erhalten, dass am Target etwas überraschendes für den Hund folgt. Variiere also unbedingt die Belohnung nach dem Click am Target!

Den Hund in einem Bogen zum Target schicken

Der Hund steht nun mittig vor den Targets

Die Targets legst du allmählich immer weiter nach hinten, hinter den Hund

Im nächsten Schritt legst du die Targets immer schrittweise weiter nach hinten, so dass der Hund jetzt nicht mehr zwischen den Targets steht, sondern vor den Targets und wie beim späteren Richtungsapport in einem Bogen zum Target laufen muss.

Tipp

Damit der Hund später die Situation Richtungsapport besser von der Box unterscheiden kann, obwohl du ja in beiden Fällen ein Sichtzeichen als Richtungsanweisung gibst (oder geben darfst), solltest du unterschiedliche Hörzeichen für das Schicken nach rechts und linkgs einführen, bspw. „Rechts“ und „Links“.

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